Morbus Parkinson Typ F

Erfahren Sie hier mehr über die Erkrankung Morbus Parkinson und über unsere Typ F Kampagne.

Morbus Parkinson Typ F
Schmerz und Bewegung | Aug. 29, 2022

Was ist Morbus Parkinson Typ F?

Die Diagnose Parkinson ist häufig ein Schock – für den Erkrankten selbst und auch für die Angehörigen. Zunächst ist oft nicht klar, was genau sich dahinter verbirgt. Manch einem kommen vielleicht Bilder von betroffenen Prominenten in den Kopf, wie dem Boxweltmeister Muhamed Ali, dem Schauspieler Markus-Maria Profitlich oder dem Moderator Frank Elstner.

Gewiss scheint nur, das Leben wird sich verändern. Bei vielen Betroffenen löst das Angst und Unsicherheit aus: Kann ich noch arbeiten gehen? Wird die Krankheit meine Beziehung beeinflussen? Werden mich Menschen schief anschauen?

Unsicherheit kennen aber auch die Angehörigen, denn sie sind, und dafür steht das Typ F, als Familie, enge Freund:innen oder auch Kollegen und Kolleginnen oft unmittelbar mit betroffen.1 Wenn Ihr Alltag auf diese Weise ebenfalls von Morbus Parkinson beeinflusst wird, erhalten Sie hier Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die chronische Erkrankung, die Therapiemöglichkeiten und den Umgang mit Einschränkungen im Alltag. Kurzum: das Werkzeug, um nahestehende Morbus Parkinson Patient:innen einfühlsam auf ihrem weiteren Lebensweg zu unterstützen.  

Management Morbus Parkinson: Zusammen geht’s besser

Beruhigend für Betroffene wie Angehörige kann sein: Die Parkinson-Krankheit entwickelt sich langsam und es gibt eine Reihe verschiedener Therapien, die dabei helfen können, Symptome unter Kontrolle zu halten, aktiv zu bleiben und das Leben wieder mehr zu genießen. Damit dies bestmöglich gelingt, ist es wichtig, sich der verschiedenen Behandlungsoptionen bewusst zu sein, die gemeinsam mit dem Arzt/der Ärztin in Betracht zu ziehen sind.

Ebenso wichtig ist es, das soziale Umfeld einzubeziehen. Eine Erkrankung an Morbus Parkinson beeinflusst verschiedene Lebensbereiche – die Unterstützung durch den/die Partner:in, Familie, Freund:innen oder Bekannte kann für die Betroffenen eine große Hilfe sein – zusammen gelingt das Management häufig besser.

Tipps für Angehörige von Menschen mit Morbus Parkinson

Die Parkinson-Erkrankung eines nahestehenden Menschen verändert auch Ihr Leben. Sie verlangt von Ihnen, mit eingeschränkten Fähigkeiten und veränderten Verhaltensweisen des/der Erkrankten und den daraus resultierenden Problemen zurechtzukommen.

Das können Sie für Ihre/n Angehörige/n und für sich tun:

  • Unterstützen Sie den Patienten/die Patientin in seiner/ihrer Selbstständigkeit. Helfen Sie nur, wenn darum gebeten wird.
  • Versetzen Sie sich immer in die Lage des anderen, versuchen Sie das Denken, Handeln und Fühlen zu verstehen.
  • Reden Sie miteinander, denn nur so können Sie gemeinsame Entscheidungen treffen und lernen, die Wünsche und Bedürfnisse des anderen, aber auch Ihre eigenen zu erkennen und zu akzeptieren.
  • Versuchen Sie, Ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten.
  • Nehmen Sie sich Auszeiten. Nur wenn Sie Kraft haben und ausgeglichen sind, können Sie die Unterstützung bzw. Betreuung des/der Erkrankten im Alltag bewältigen. 

Angehörige sind in aller Regel nicht auf die vielfältigen Probleme bei Parkinson vorbereitet, und es fällt ihnen häufig schwer, die Veränderungen im vollen Umfang anzunehmen. Psychotherapeutische Beratung kann helfen, mit der Vielzahl von psychosozialen Problemen umgehen zu können.2 Auch Selbsthilfegruppen von Angehörigen oder Verbände wie die Deutsche Parkinson Gesellschaft können wertvolle Quellen für Rat und Tipps sein.

Quellen

1 https://www.gesundheitsinformation.de/leben-mit-der-parkinson-krankheit-im-fruehstadium.html
2 https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/parkinson-syndrom/informationen-fuer-angehoerige/