Atemlos? Warnsignal ernst nehmen

AORTENKLAPPENSTENOSE MIT KATHETERGESTÜTZTER METHODE EFFEKTIV BEHANDELN

Wetzlar, September 2018. Oftmals beginnt es mit einer Atemnot bei körperlicher Belastung. Im weiteren Verlauf einer Erkrankung geraten Betroffene meist auch ohne große Anstrengung aus der Puste, leiden unter Schwindel sowie einem Enge- oder Beklemmungsgefühl in der Brust: Jährlich erfolgen in Deutschland etwa 30.000 Operationen aufgrund von erworbenen Herzklappenerkrankungen, Tendenz steigend. Als häufigste Form gilt die sogenannte Aortenklappenstenose, deren Häufigkeit mit steigendem Alter zunimmt. "Hierbei handelt es sich um eine fortschreitende Verkalkung, die den Blutfluss von der linken Herzkammer zur Hauptschlagader behindert", erklärt Prof. Dr. med. Alexander Lauten, Leitender Oberarzt und verantwortlich für das TAVI-Programm an der Charité Berlin. "Durch einen Austausch der betroffenen Herzklappe mit einer neuartigen Methode können Betroffene ihre Lebensqualität jedoch oftmals vollständig wiedergewinnen."

Symptome erkennen

Ein gesundes Herz besteht aus zwei Vorhöfen, zwei Herzkammern und vier Herzklappen. Gemeinsam versorgen sie den Körper mit sauerstoffreichem Blut. Doch bei vielen Menschen funktioniert diese Zusammenarbeit aufgrund einer erkrankten Herzklappe nicht richtig. Handelt es sich hierbei um eine Aortenklappenstenose, auch Aortenstenose genannt, werden die Klappentaschen der Hauptschlagader aufgrund kalkhaltiger Ablagerungen zunehmend unbeweglicher und können versteifen. Folglich öffnet die Klappe nicht vollständig und es kommt zu einer Engstelle, der sogenannten Stenose. In der Regel bedingt die Größe der noch vorhandenen Öffnung auch den Schweregrad der Symptome. So kommt es häufig vor, dass Betroffene mit leichteren Formen einer Aortenklappenstenose keine Symptome aufweisen. Erst bei ausgeprägten Verengungen treten in den meisten Fällen deutliche Krankheitsanzeichen auf. Neben Atemnot als eine der ersten Beschwerden gelten auch ein Verlust der allgemeinen Leistungsfähigkeit, Schwindel und ein kurzzeitiger Verlust des Bewusstseins infolge der Minderversorgung des Gehirns durch den niedrigen Blutdruck als typische Hinweise auf eine Erkrankung. Weiterhin leiden viele Patienten in fortgeschrittenen Stadien aufgrund der allgemeinen Schädigung des Herzens unter Schwellungen der Knöchel und Unterschenkel. In der Vergangenheit bestand die übliche Therapie aus einer Offenen-Herz-Operation, um die beschädigte Herzklappe zu reparieren oder zu rekonstruieren, sowie die Behandlung mit Blutverdünnern. "In den vergangenen Jahren hat sich die Behandlung von schweren Herzklappenerkrankungen jedoch enorm weiterentwickelt, sodass auch Patienten, die ein erhöhtes Risiko bei einem regulären Klappenersatz haben, wieder deutlich Lebensqualität zurückerlangen können", weiß Prof. Dr. Lauten. "Dabei steigt die Anzahl der Betroffenen, die sich mittels schonender, Katheter-basierter Eingriffe versorgen lassen", so der Experte weiter.

Endlich durchatmen

Mussten sich Patienten bei herkömmlichen Verfahren einer Herzklappenoperation am offenen Herzen unterziehen, setzt sich mittlerweile eine neuartige Therapie durch: TAVI, die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation. „Hierbei handelt es sich um einen kathetergeführten Aortenklappenersatz, der ohne Herz-Lungen-Maschine oder Vollnarkose über eine Arterie an der Leiste im Herzen platziert wird“, erläutert Prof. Dr. Lauten. "Während des Eingriffs wird die neue Herzklappe in einen Stent, ein Metallgerüst, eingenäht und vor der Implantation in einem Katheter zusammengefaltet." Nachdem der behandelnde Arzt die Punktionsstelle bestimmt hat, führt er den Katheter über die Leistenarterie ein. Im weiteren Verlauf bringt er die zusammengefaltete Herzklappe bis ins Herz und implantiert diese dort. Bestimmte Implantate wie Abbotts selbst-expandierbare Portico™-TAVI-Klappe ermöglichen dabei, die Funktion der Prothese vor der endgültigen Freisetzung zu überprüfen und bei Bedarf zu korrigieren. So erhöht dieses Vorgehen die Sicherheit während der Implantation. "Kathetergeführte Verfahren werden künftig eine immer größere Bedeutung für die Behandlung von Patienten jüngeren Alters mit Herzklappenerkrankungen haben. Entscheidend hierfür sind gute Behandlungsergebnisse im Langzeitverlauf, da sich auch die neuen Verfahren an den Erfolgen der chirurgischen Behandlung messen lassen müssen", ergänzt der Experte abschließend. Weitere Informationen zum Thema gibt es unter anderem auf abbott.de und unter herzklappenhilfe.de.

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