Schlaganfall: Häufige Ursache für Behinderungen

IM ERNSTFALL ZÄHLT JEDE MINUTE

Plötzlich auftretende Sprach- und Sehstörungen, halbseitige Lähmungserscheinungen oder Bewusstseinstrübungen – mögliche Symptome, die auf einen Schlaganfall hindeuten, sind vielseitig und werden oft zu spät ernst genommen. "Dadurch steigt zugleich das Risiko, dass die auf eine Erkrankung hinweisenden Anzeichen auch zu dauerhaften Behinderungen führen", weiß Prof. Dr. med. Martin W. Bergmann, Kardiologe und Internist am Cardiologicum in Hamburg. „Diese schwerwiegenden Folgen könnten häufig vermieden werden, wenn Menschen frühzeitig reagieren und generell wüssten, wie sie sich im Notfall verhalten sollen.“ Wettlauf mit der Zeit Laut aktueller Zahlen1 des Bundes erleiden hierzulande rund 1,76 Millionen Erwachsene mindestens einmal in ihrem Leben einen Schlaganfall. Damit ist die auch als Hirninfarkt bezeichnete Erkrankung sowie ihre Folgen nicht nur die dritthäufigste Todesursache, sondern gleichzeitig der häufigste Grund für Behinderungen und Pflegebedürftigkeit im Erwachsenenalter. „Trotz flächendeckender Versorgung und moderner Therapieverfahren bleibt die Behandlung ein Wettlauf mit der Zeit“, erklärt Prof. Bergmann. „Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr mit Blut versorgt und erhält dadurch auch keinen Sauerstoff. Daraufhin sterben immer mehr betroffene Nervenzellen ab und wichtige Funktionen wie Bewegung und Sprache gehen in vielen Fällen verloren.“ Um den Prozess zu stoppen, müssen Patienten schnellstmöglich behandelt werden. Idealerweise geschieht dies in einer Klinik mit sogenannter Stroke Unit, einer Schlaganfall-Spezialstation. Symptome erkennen Da die Anzeichen für einen Hirninfarkt in der Bevölkerung nicht ausreichend bekannt zu sein scheinen, begeben sich Betroffene immer noch zu spät ins Krankenhaus. "Außerdem treten Symptome in der Regel ohne Schmerzen auf, sodass viele Patienten zunächst noch abwarten", so der Hamburger Kardiologe. "Das führt dazu, dass nur etwa jeder Dritte innerhalb der ersten drei Stunden nach Einsetzen der Anzeichen die Klinik erreicht."Doch je früher die Behandlung beginnt, umso besser die Heilungschancen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, über Vorboten und Notfallhilfe im Falle eines Hirninfarkts umfangreich informiert zu sein.

Wissen rettet Leben

Vor allem das Internet bietet heutzutage einen schnellen und ortsunabhängigen Zugriff auf fehlendes Wissen. Webseiten wie vermeide-schlaganfall.de oder schlaganfall-hilfe.de geben einen ausführlichen Einblick in das Krankheitsbild und erläutern unter anderem auch, auf welche Anzeichen Betroffene achten müssen und welches Verhalten im Ernstfall notwendig ist. Besteht ein konkreter Schlaganfall-Verdacht, gilt es natürlich immer, umgehend die Rettung zu verständigen und diese über die Vermutung eines Hirninfarkts zu informieren. So besteht die Möglichkeit, Patienten direkt in eine Stroke Unit zu bringen. Dort steigen dann die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und Folgeschäden wie lebenslange Behinderungen können reduziert werden.

Schlaganfall-Schnelltest FAST

Die Abkürzung steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

F: Bitten Sie den Betroffenen zu lächeln.

A: Die betroffene Person soll beide Arme gleichzeitig heben.

S: Lassen Sie den Betroffenen einen einfachen Satz nachsprechen.

T: Sollte der Betroffene Probleme bei diesen Aufgaben haben, zählt jede Minute. Sofort 112

rufen und Symptome schildern!

Schlaganfallrisiko: Vorhofflimmern und PFO

Die meisten Schlaganfälle treten bei älteren Patienten mit Vorhofflimmern auf; hier kann in der Vorsorge oftmals durch blutverdünnende Medikamente effektiv vorgebeugt werden. Auch der Einsatz eines Vorhofohr-Okkluders, etwa des AMPLATZER™ Amulet Okkluders der Firma Abbott, stellt eine effektive Vorbeugung dar. Bei den seltenen Schlaganfällen bei jüngeren Patienten unter 50 Jahren ist teilweise ein offenes Foramen ovale, kurz PFO, nachzuweisen. Es stellt den häufigsten strukturellen Herzfehler in der Bevölkerung dar. Dabei handelt es sich um eine kleine Öffnung zwischen den Herzvorhöfen, welche sich nach der Geburt nicht geschlossen hat. Während der Schwangerschaft kommt ihm seine eigentliche Funktion zu: Da in diesem Entwicklungsstadium die Lunge des Fötus noch nicht belüftet ist und das Blut somit noch nicht mit Sauerstoff versorgt wird, dient das PFO als Verbindung zwischen den Herzvorhöfen. So erfolgt der Blutübertritt von der rechten auf die linke Seite. In den meisten Fällen schließt sich die Öffnung nach der Geburt, bei etwa 25 Prozent der Bevölkerung bleibt sie jedoch bestehen.

Die Existenz eines PFOs allein stellt keinen Krankheitswert dar. Im Laufe des Lebens kommt es jedoch immer wieder zur Blutgerinnselbildung im Körper. Werden diese Blutverklumpungen über das PFO von der rechten auf die linke Herzseite transportiert und wandern diese zum Gehirn, resultiert dies womöglich in einem Schlaganfall auch schon in jungen Jahren. Daraus kann sich die Notwendigkeit einer Behandlung ergeben. Eine mögliche minimalinvasive Therapie, um einen erneuten Schlaganfall zu verhindern, ist der Verschluss des PFOs mit einem kleinen Schirmchen, dem AMPLATZERTM PFO Okkluder der Firma Abbott.

Um das Implantat einzusetzen, nimmt der behandelnde Kardiologe zunächst eine örtliche Betäubung vor. Über die Vene in der Leiste wird dann einen Katheter zu der Stelle am Herzen geschoben. Im Anschluss kommt das Schirmchen zum Einsatz, welches über den Katheter direkt in das PFO geführt wird. Im PFO wird der Okkluder freigesetzt und er verwächst dort in den nächsten Wochen.

Über Abbott

Bei Abbott setzen wir uns dafür ein, dass Menschen ihr Leben durch die Kraft der Gesundheit in bestmöglicher Weise führen können. Seit über 125 Jahren bringen wir der Welt neue Produkte und Technologien – in den Bereichen Ernährung, Diagnostik, Medizintechnik und generische Marken-Pharmazeutika – und eröffnen dadurch mehr Menschen in all ihren Lebensphasen mehr Möglichkeiten. Heute arbeiten 99.000 von uns daran, dass die Menschen in den über 150 Ländern, für die wir tätig sind, nicht nur länger, sondern auch besser leben können.

Folgen Sie uns auf www.abbott.com, auf Facebook unter www.facebook.com/Abbott und auf Twitter unter @AbbottNews und @AbbottGlobal.

Abbott Media:

Astrid Tinnemans, astrid.tinnemans@abbott.com, 06122-583036

  • share Weiterleiten
  • print Drucken
  • download Herunterladen
true
accessibility

Sie sind dabei, zu einer anderen länder- oder regionalspezifischen Abbott-Website zu wechseln

Bitte beachten Sie, dass die von Ihnen angeforderte Website für die Einwohner eines speziellen Landes oder für spezielle Länder gedacht ist, wie auf dieser Website angegeben wird. Daher kann die Website Informationen über Arzneimittel, Medizinprodukte und andere Produkte oder Verwendungen dieser Produkte enthalten, die in anderen Ländern oder Regionen nicht genehmigt sind.


Die Website, die Sie angefordert haben, ist vielleicht nicht für Ihre spezielle Bildschirmgröße optimiert.

Möchten Sie fortfahren und diese Website verlassen?

accessibility

Sie sind dabei, die Abbott Websites zu verlassen und zu einer Website einer Drittfirma zu wechseln

Links, die Sie von den weltweiten Abbott-Websites zu anderen Seiten leiten, unterliegen nicht der Kontrolle durch Abbott und Abbott ist nicht für die Inhalte einer solchen Website oder untergeordnete Links solcher Websites verantwortlich. Abbott stellt diese Links nur als weiterführende Informationen zur Verfügung, und die Einbeziehung eines Links bedeutet nicht, dass Abbott die verlinkte Seite billigt.


Die Website, die Sie angefordert haben, ist vielleicht nicht für Ihre Bildschirmgröße optimiert.

Möchten Sie fortfahren und diese Website verlassen?