Herzinfarkt: Kenntnis des individuellen Risikos kann Lebensstil beeinflussen

DIE KENNTNIS DES INDIVIDUELLEN HERZINFARKTRISIKOS KANN DEN LEBENSSTIL MAßGEBLICH BE-EINFLUSSEN: FAST 90 % DER TEILNEHMER EINER REPRÄSENTATIVEN UMFRAGE GABEN AN, DASS SIE IHR LEBEN ÄNDERN WÜRDEN, FALLS EIN TEST FÜR SIE EIN INDIVIDUELL ERHÖHTES HERZINFARKT-RISIKO ERGÄBE. FÜR DIESE KLARHEIT KANN DER SEIT KURZEM VERFÜGBARE HOCHSENSITIVE TROPONIN-I-TEST VON ABBOTT SORGEN. ER KANN DABEI HELFEN, DAS INDIVIDUELLE HERZINFARKTRISIKO VON ERWACHSENEN MÖGLICHERWEISE MONATE BIS JAHRE IM VORAUS ZU BESTIMMEN.

Wiesbaden, 24. Juni 2019. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2.026 Personen ab 18 Jahren hat ergeben, dass die Kenntnis des individuellen Herzinfarktrisikos einen maßgeblichen Einfluss auf den Lebensstil haben kann. Die vom global tätigen Gesundheitsunternehmen Abbott beauftragte Untersuchung ergab, dass 87 % der Umfrageteilnehmer ihr Leben ändern würden, falls ein Test für sie ein individuell erhöhtes Herzinfarktrisiko ergäbe. 70 % der Befragten gaben zudem an, dass sie einen solchen hochsensitiven Troponintest nutzen würden – hauptsächlich, da durch die Testergebnisse eine frühzeitige Vorsorge möglich sei, zum Beispiel in Form einer Anpassung des Lebensstils (39 %), oder aus Neugier (31 %).

Individuelle Angaben zum Herzinfarktrisiko statt statistische Wahrscheinlichkeit

Abbotts hochsensitiver Troponin-I-Test ist der erste Troponintest mit CE-Zeichen, der das Risiko für einen Herzinfarkt oder andere kardiale Ereignisse auch bei vermeintlich gesunden Menschen bereits Monate bis Jahre im Voraus erkennen kann. „Der Test erlaubt dabei eine individuelle Aussage anstatt einer allgemeinen Risikobeurteilung aufgrund statistischer Wahrscheinlichkeiten“, erklärt Dr. med. Kay Brunner, Managing Director Abbott Diagnostics D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz). Der hochsensitive Test misst bereits kleinste Mengen des Proteins Troponin, ein Indikator für die verminderte Durchblutung des Herzmuskels.

„Die individuelle Beurteilung eines kardiovaskulären Risikos ermöglicht es Ärzten, zielgerichtet präventiv zu handeln“, erläutert Professor Dr. med. Till Keller, Justus-Liebig-Universität Gießen, Medizinische Klinik I, Kardiologie und Angiologie; Professur für Biomarkerforschung. „Mit seiner Verfügbarkeit kann sich der Fokus im Bereich Herzgesundheit von der Diagnose zur Prävention wandeln.“ Der Test, der seit mehr als einem Jahrzehnt erforscht wird, kann ergänzend bei einer Routine-Blutabnahme beim Hausarzt oder Kardiologen durchgeführt werden.

Der hochsensitive Troponin-I-Test ist für Frauen und Männer gleichermaßen von Vorteil, zudem aber insbesondere für Frauen interessant. Frauen weisen meist niedrigere Troponinspiegel auf als Männer.1 Der Test von Abbott misst sensitiver als bisher bereits sehr geringe Mengen des Proteins Troponin, sodass auch Frauen zuverlässiger diagnostiziert werden können. Zudem kann der Diagnostiktest damit auch zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos bei Personen eingesetzt werden, die bislang keine Anzeichen von Herzerkrankungen gezeigt haben. Der Test wurde so entwickelt, dass Biotin (Vitamin B7 oder Vitamin H) die Testergebnisse nicht beeinflusst – ein Risiko, das bei anderen Tests gegeben ist.

Neben der medizinischen Anwendung wird die Einnahme von Biotin zur Förderung der Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln sowie zur Unterstützung bei der Gewichtsreduktion immer beliebter. Biotin kann allerdings einige Laboruntersuchungen einschließlich kardialer Tests beeinträchtigen und zu Fehlinterpretationen von Ergebnissen führen. Dies ist beim hochsensitiven Troponin-I-Test von Abbott jedoch nicht der Fall.

Herzinfarktvorsorge ist in Deutschland nur wenig verbreitet

Die Umfrage aus April 2019 ergab, dass im vergangenen Jahr nur 7 % der Erwachsenen in Deutschland eine Herzinfarkt-Vorsorgeuntersuchung durchgeführt haben. Die Befragung zeigte zudem, dass mit 98 Männern doppelt so viele männliche wie weibliche Studienteilnehmer vorsorgten. Dieses Resultat ist umso auffälliger, als dass in beinahe allen anderen abgefragten Bereichen, unter anderem zahnmedizinische Vorsorge und Krebsvorsorge, Frauen zum Teil deutlich häufiger als Männer angaben, einen Arzt aufgesucht zu haben. Herzinfarkte scheinen demnach in der breiten Öffentlichkeit noch immer als ein Gesundheitsproblem von Männern wahrgenommen zu werden.

Vermutetes Herzinfarktrisiko steht im Widerspruch zum Vorsorgeverhalten

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen weiterhin, dass fast die Hälfte der befragten Personen glaubt, ein hohes bis sehr hohes Risiko zu haben, in Zukunft einen Herzinfarkt zu erleiden. So attestierten sich 40 % der Umfrageteilnehmer ein hohes bis sehr hohes Risiko aufgrund von Stress. Jeweils 38 % der Befragten bescheinigten sich selbst ein hohes bis sehr hohes Risiko für einen Herzinfarkt aufgrund von Übergewicht und/oder Diabetes, Rauchen sowie Alter 40+. Trotz dieser Einschätzungen haben 93 % der Studienteilnehmer keine Herzinfarkt- Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen.

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.026 Personen zwischen dem 24.04.2019 und 26.04.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Umfrage basiert auf Online-Interviews mit Teilnehmern des YouGov Panel Deutschland. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Die Stichprobenziehung erfolgte per Zufall aus der Grundgesamtheit des YouGov Panels Deutschland gemäß den Vorgaben der Studie. Beauftragt wurde die Umfrage vom Medizintechnikunternehmen Abbott.

Grundlage für die Erhebung war ein strukturierter Fragebogen mit offenen sowie geschlossenen Fragen. Ziel der Umfrage war es, auf Grundlage der Erhebungsergebnisse valide Zielgruppenaussagen bezüglich des medizinischen Vorsorgeverhaltens unter anderem im Bereich Herzinfarktvorsorge in Deutschland ableiten sowie das Verhalten der Befragten im Zusammenhang mit bestimmten Faktoren (z. B. Kenntnis von medizinischen Vorsorgeuntersuchungen, Akzeptanz bestimmter Angebote, Bereitschaft zur Anpassung des Lebensstils bei negativen medizinischen Ergebnisse etc.) zu untersuchen.

Über Abbott

Abbott ist ein weltweit führendes Gesundheitsunternehmen, das Menschen in allen Lebensphasen zu einem vitaleren, gesünderen Leben verhilft. Daran arbeiten täglich mehr als 103.000 Mitarbeiter in 160 Ländern. Das Portfolio umfasst lebensverändernde Technologien aus den Bereichen Diagnostik, Medizinprodukte, Ernährung und Markengenerika.

In Deutschland ist Abbott seit mehr als 50 Jahren mit einer breiten Palette an Gesundheitstechnologie-Produkten und -Dienstleistungen vertreten, unter anderem in den Bereichen Diagnostika und Medizinprodukte. Das Unternehmen beschäftigt deutschlandweit mehr als 3.000 Mitarbeiter an acht Standorten. Unter anderem verfügt Abbott über Produktionsstätten in Wiesbaden und Neustadt am Rübenberge. Am Hauptstandort in Wiesbaden befindet sich darüber hinaus das European Distribution Center.

Weitere Informationen finden Sie unter www.de.abbott, auf LinkedIn unter www.linkedin.com/company/abbott-/, auf Facebook unter www.facebook.com/Abbott und auf Twitter @AbbottNews und @AbbottGlobal.

Abbott Media:

Astrid Tinnemans, astrid.tinnemans@abbott.com, +49 6122 58 3036

Quelle:

    1. Shah, Anoop SV et al. BMJ. 2015;350:g7873.

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