Unbekannte Bedrohung Virus-Hepatitis: Viele Deutsche kennen weder Ansteckungsmöglichkeiten noch Symptome

DIE DURCH VIREN VERURSACHTE HEPATITIS IST KAUM IM BEWUSSTSEIN DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG VERANKERT. DAS ZEIGT EINE REPRÄSENTATIVE UMFRAGE, DIE VOM GLOBAL TÄTIGEN GESUNDHEITSUNTERNEHMEN ABBOTT ANLÄSSLICH DES 20. DEUTSCHEN LEBERTAGS INITIIERT WURDE. MEHR ALS DIE HÄLFTE DER BEFRAGTEN WUSSTEN WEDER, WIE MAN SICH MIT HEPATITIS INFIZIEREN KANN NOCH WELCHE SYMPTOME IM FALLE EINER SOLCHEN INFEKTION AUFTRETEN KÖNNEN.

Wiesbaden, 2. Oktober 2019 — Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2.065 Befragten ab 18 Jahren macht deutlich, dass in der deutschen Bevölkerung große Unwissenheit über Virus-Hepatitis herrscht. 51 % der Befragten wussten nicht, wie man sich mit den verschiedenen Virus-Typen infizieren kann. Sogar 57 % der Befragten kannten nicht ein einziges Symptom der Erkrankung. Die Frage nach den Folgen einer unbehandelten Hepatitis-Infektion konnten 68 % nicht beantworten. Zudem gab mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) an, noch nie auf eine Hepatitis-Infektion getestet worden zu sein.

Diese Angaben stehen im Widerspruch zur aktuellen Infektionsrate: In Deutschland sind Schätzungen zufolge ca. 600.000 Menschen mit Viren der Typen Hepatitis B (HBV) oder C (HCV) infiziert.1 Der Großteil weiß allerdings nichts davon – allein bei Hepatitis C sind es ca. 65 % der Betroffenen.2 „Während eine chronische Infektion mit dem Hepatitis B-Virus zumindest gut kontrollierbar ist, ist eine Hepatitis C-Infektion in den meisten Fällen sogar heilbar“, erläutert Prof. Dr. Christoph Sarrazin, Leiter des Leberzentrums Wiesbaden. „Gerade vor diesem Hintergrund ist es so wichtig, dass sich besonders Zugehörige zu Risikogruppen auf eine Hepatitis-Infektion testen lassen, um sich selbst und andere nicht unnötigen Gefahren auszusetzen.“

Jeder Tag ist Leber-Tag

Der 20. Deutsche Lebertag am 20. November 2019 weist mit dem diesjährigen Motto darauf hin, dass man an jedem Tag an die Gesundheit seiner Leber denken sollte. Dies setzt allerdings voraus, dass man um die Gesundheit seiner Leber weiß. Die weltweit hohe Dunkelziffer an nicht diagnostizierten Hepatitis-Infizierten stellt somit ein hohes Risiko sowohl für Infizierte als auch für nicht Infizierte dar. Eine nicht erkannte Infektion mit Virus-Hepatitis kann zur Folge haben, dass die Erkrankung chronisch wird oder schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen. Schätzungen zufolge entwickeln 20 – 30 % aller chronisch HBV-Infizierten eine Zirrhose oder ein Leberkarzinom. Zudem sind 30 % aller Fälle von Leberzirrhose (chronische Leber-schädigung) sowie 53 % aller Fälle von hepatozellulärem Karzinom (Leberkrebs) auf eine chronische Infektion mit HBV zurückzuführen.3 Die Unwissenheit der Infizierten steigert außerdem das Risiko einer Übertragung auf Nicht-Infizierte, unter anderem auch von Schwangeren auf ihr Kind. Um die Hepatitis-Infektionen weltweit einzudämmen ist es daher essentiell, die noch unentdeckten Patienten zu finden, sie frühzeitig zu behandeln und einen chronischen Verlauf zu vermeiden sowie Neuinfektionen zu verhindern.

Abbotts Unterstützung im Kampf gegen Hepatitis

Abbott unterstützt die Ziele der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Eindämmung von Hepatitis, sowohl durch die Entwicklung von Tests zur Erkennung der Viren als auch durch ein globales Programm, das neue Virusstämme identifiziert. Weltweit sollen bis 2020 30 % aller HBV-infizierten Personen und bis 2030 90 % aller HCV-infizierten Personen diagnostiziert sein.4 „Unser ‚Virus Hunters‘-Programm soll sicherstellen, dass unsere diagnostischen Tests immer auf dem neusten Stand sind“, erklärt Dr. med. Kay Brunner, Managing Director DACH für den Bereich Diagnostics bei Abbott. „Basis ist eine umfassende Sammlung von mehr als 70.000 Proben, die unter anderem Hepatitis- und HI-Virusstämme aus der ganzen Welt beinhalten. Wenn ein neuer Stamm entdeckt wird, sorgen unsere Wissenschaftler dafür, dass unsere Blut- und Diagnosetests ihn erkennen können. Denn wenn ein Virus nicht diagnostiziert werden kann, kann er nicht behandelt werden – so können Epidemien entstehen. Das versuchen wir mit unserem Programm zu verhindern.“ Weitere Informationen gibt es unter www.abbott.com/virushunters.

Globale und nationale Strategien zur Eindämmung von Hepatitis

Mit der UN-Agenda 2030 verfolgt die WHO das ehrgeizige Ziel Infektionen mit Hepatitis B und C bis 2030 weltweit einzudämmen und diese Gesundheitsbedrohung zu eliminieren.4 Damit dies gelingt, sind neben der Prävention vor allem eine rechtzeitige Diagnose mittels moderner und zuverlässiger Tests, eine zeitnahe Behandlung sowie eine Erhöhung der Impfraten notwendig. Daran angelehnt hat auch die deutsche Bundesregierung im April 2016 die Strategie zur Eindämmung von HIV, HBV und HCV sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen („BIS 2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend“) beschlossen.5

Über virale Hepatitis-Infektionen

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die viele Ursachen haben kann, unter anderem Viren. Je nach Virustyp entsteht eine Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C, Hepatitis D oder Hepatitis E, unter Umständen auch mit chronischem Verlauf. Mögliche Symptome einer Infektion mit Hepatitis sind Gelbsucht, Übelkeit, Durchfall, erhöhte Leberwerte oder Schmerzen im Oberbauch.2,6 Weiterhin können eher unspezifische Anzeichen wie Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust auf eine Hepatitis hindeuten.2,6 Eine Infektion mit Hepatitis kann u. a. durch Kontakt mit kontaminiertem Blut oder Körperflüssigkeiten erfolgen, z. B. bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder bei gemeinsamer Nutzung von Drogenbesteck.

Lassen Sie sich testen!

Der erste Schritt um die Verbreitung von Virus-Hepatitis zu verhindern, ist, sich testen zu lassen. Um mehr über Virus-Hepatitis und die Testmöglichkeiten zu erfahren, wenden Sie Sich an Ihren Arzt oder besuchen Sie www.de.abbott.

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.065 Personen zwischen dem 15.05.2019 und 17.05.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Umfrage basiert auf Online-Interviews mit Teilnehmern des YouGov Panel Deutschland. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Das Panel umfasst derzeit 200.000 Panelisten, die von YouGov durch eine Vielzahl unterschiedlicher Wege rekrutiert und verwaltet werden. Die Stichprobenziehung erfolgte per Zufall aus der Grundgesamtheit des YouGov Panels Deutschland gemäß den Vorgaben der Studie. Beauftragt wurde die Umfrage vom Medizintechnikunternehmen Abbott. Grundlage für die Erhebung war ein strukturierter Fragebogen mit offenen sowie geschlossenen Fragen. Ziel der Umfrage war es, auf Grundlage der Erhebungsergebnisse valide Aussagen bezüglich der Kenntnis über Hepatitis abzuleiten.

Über Abbott

Abbott ist ein weltweit führendes Gesundheitsunternehmen, das Menschen in allen Lebensphasen zu einem vitaleren, gesünderen Leben verhilft. Daran arbeiten täglich mehr als 103.000 Mitarbeiter in 160 Ländern. Das Portfolio umfasst lebensverändernde Technologien aus den Bereichen Diagnostik, Medizinprodukte, Ernährung und Markengenerika.

In Deutschland ist Abbott seit über 50 Jahren mit einer breiten Palette an Healthcare-Produkten und -Dienstleistungen vertreten, unter anderem in den Bereichen Diagnostika und Medizinprodukte. Das Unternehmen beschäftigt in der Bundesrepublik über 3.000 Mitarbeiter an acht Standorten. Unter anderem verfügt Abbott über Produktionsstätten in Wiesbaden und Neustadt am Rübenberge. Am Hauptstandort in Wiesbaden befindet sich darüber hinaus das European Distribution Center.

Weitere Informationen finden Sie unter www.de.abbott, auf LinkedIn unter www.linkedin.com/company/abbott-/, auf Facebook unter www.facebook.com/Abbott und auf Twitter @AbbottNews und @AbbottGlobal.

Abbott diagnostics hepatitis infografik

Abbott diagnostics yougov hepatitis infografik umfrage

Abbott diagnostics yougov hepatitis ubersicht umfrageergebnisse

Abbott Media:
Astrid Tinnemans, astrid.tinnemans@abbott.com, 06122-58 3036

Quelle:

  1. Deutsche Leberhilfe: https://www.leberhilfe.org/lebererkrankungen/hepatitis-b-hbv/ und https://www.leberhilfe.org/lebererkrankungen/hepatitis-c-hcv/; 26.08.2019.
  2. S3-Leitlinie „Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Hepatitis-C-Virus (HCV) -Infektion“. 2018. https://www.dgvs.de/wp-content/uploads/2018/07/Leitlinie-Hep-C-2018.pdf
  3. Robert Koch Institut. Epidemiologisches Bulletin, Nr. 29/2019. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2019/Ausgaben/29_19.pdf?__blob=publicationFile
  4. WHO. Combating hepatitis B and C to reach elimination by 2030. https://www.who.int/hepatitis/publications/hep-elimination-by-2030-brief/en/; 27.08.2019
  5. Bundesministerium für Gesundheit. Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Broschueren/Strategie_BIS_2030_HIV_HEP_STI.pdf
  6. Aktualisierung der S3-Leitlinie zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Hepatitis-B-Virusinfektion. AWMF-Register-Nr.: 021/011. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-011l_S3_Hepatitis_B_Virusinfektionen_Prophylaxe_Diagnostik_Therapie_2011-abgelaufen.pdf
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